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„Aktion zusammen wachsen“ – Dokumentation zum „Digitalen Fachtag“

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Am 8. September 2021 fand der zweite digitale Fachtag der „Aktion zusammen wachsen“ zum Thema „Patenschaften und Mentoring – Perspektiven nach der Corona-Pandemie“ statt. Die Dokumentation liegt nun zum Einsehen und Herunterladen vor.

Ziel des Fachtags war der Erfahrungsaustausch mit Akteuren, die auf verschiedenen Ebenen Patenschaften unterstützen. Zugleich sollte ihre Bedeutung für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen während und nach der Pandemie unterstrichen und mehr – insbesondere auch ältere – Menschen für Patenschaften gewonnen werden sowie die Präsentation von Best-Practice-Beispielen.

Die Corona-Krise hat Familien, Schulen, außerschulische Bildungseinrichtungen, Jugendhilfe, Vereine und freiwillige Initiativen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, da durch die Schließung der Einrichtungen die persönlichen Kontakte in der Schule, aber auch persönliche Treffen für Kinder und Jugendliche nicht möglich waren. Mögliche soziale, emotionale und kognitive Auswirkungen für Kinder und Jugendliche wurden immer wieder diskutiert. Nach der Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten benötigen Kinder und Jugendliche verstärkt Begleitung und Unterstützung, um die Übergänge in eine „neue“ Normalität zu bewältigen. Patenschaften können in ihrer vielfältigen Form dazu beitragen, Kinder und Jugendliche analog, aber auch mit digitalen Medien zu unterstützen.

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf Patenschaften ausgewirkt? Wie wurde die Pandemiezeit erlebt? Welche Rahmenbedingungen sind wichtig, um das Projekt weiterführen zu können? Zu diesen Themen hat die „Aktion zusammen wachsen“ am 9. September 2021 150 Teilnehmende, darunter Koordinatorinnen und Koordinatoren von Patenschafts- und Mentoringprojekten, Träger, Vereine, Mehrgenerationenhäuser, Seniorinnen- und Seniorenorganisationen und Multiplikatoren sowie Netzwerke, die auf verschiedenen Ebenen Patenschaften unterstützen, eingeladen.

Der digitale Fachtag, den Daniela Wiesler-Schnalke moderierte, wurde von Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel eröffnet. Er begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Namen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, bedankte sich bei den Teilnehmenden für das geleistete Engagement und sprach ihnen seine Anerkennung aus. Zugleich betonte er die besondere Bedeutung von Patenschafts- und Mentoringprojekten, um Kindern und Jugendlichen bessere Chancen auf ihrem Bildungsweg zu eröffnen.
Mit einem Impulsvortrag führte Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hurrelmann, emerierter Professor für Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der Hertie School of Governance, Berlin den digitalen Fachtag ein. In seinem Vortrag stellte Prof. Hurrelmann die Forschungsergebnisse der Studie "Jugend und Corona in Deutschland" vor. Diese zeigen, dass Kinder und Jugendlichen besonders stark unter den Folgen der sozialen Einschränkungen während der Corona–Pandemie leiden. Um langfristigen Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen, so Prof. Hurrelmann, müssen Angebote zu Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt werden. Mentoring- und Patenschaftsprojekte leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag und sollten zum festen Bestandteil der pädagogischen und schulischen Förderung werden. Den Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hurrelmann können Interessierte  hier einsehen.

In einer Podiumsrunde folgten Praxisbeispiele, die berichteten von aktuellen Herausforderungen, was Patenschaften leisten können, wie die Begleitung auch in der Corona Pandemie erfolgte und welche Unterstützung aus Sicht der jeweiligen Projekte notwendig war, um Patinnen und Paten zu halten, neu zu gewinnen sowie Patenschaften nachhaltig zu etablieren.

Aus der Praxis berichteten:


Im Anschluss an die Praxisberichte wurden die im Chat gestellten Fragen beantwortet. Die weiterführende Diskussion erfolgte in drei Fachforen zu folgenden Themen, deren Ergebnisse im Anschluss zugefasst wurden und die Sie hier einsehen und herunterladen können: